Historie

Am Anfang stand das Handwerk des Schmiedens.

1836 gründete Pfarrer Christian Frank den Reddighäuser Hammer, weil er eine zusätzliche Einnahmequelle brauchte um seine vielköpfige Familie ernähren zu können. Um gegenüber modernen Stahlwerken eine Chance zu haben, konzentrierte sich der Hammer bald auf landwirtschaftliches Gerät. Mit zunehmender Mechanisierung der Landwirtschaft spezialisierte er sich schließlich auf Pflugersatzteile.

Heute ist FRANK Walz- und Schmiedetechnik ein mittelständisches Unternehmen, das sich besonders in den letzten Jahren nicht nur in Reddighausen, sondern auch in Ungarn und in der Ukraine mit großer Dynamik entwickelt hat. Die Firma FRANK bietet ihren Kunden heute ein vielfältiges Portfolio an innovativen Lösungen für Bodenbearbeitungs-, Ernte- und Grünlandmaschinen. In jedem unserer Anwendungsbereiche wollen wir Entwicklungspartner unserer Kunden im In- und Ausland sowie Qualitäts- und Innovationsführer sein.

Das Unternehmen FRANK hat im Laufe seiner Geschichte durch seine engagierten und serviceorientierten Mitarbeiter über Generationen hinweg ein Know-how entwickelt, das in dem Segment der Verschleißteile für Bodenbearbeitungsmaschinen Maßstäbe setzt.

Eine Werksgründung aus Not – Pfarrer Christian Frank und der Reddighäuser Hammer (1836 – 1851)

Die Gründung des Reddighäuser Hammers im Jahr 1836 geht auf Pfarrer Christian Frank zurück. Nach einer Strafversetzung auf die wenig einträgliche Pfarrstelle im hessischen Hatzfeld suchte er nach einer Möglichkeit, seine Familie zu ernähren. Die Entscheidung, ein neues Hammerwerk zu gründen, lag nahe, denn die Bauern im oberen Edertal besserten seit Langem ihre Einkünfte mit eisenverarbeitendem Kleingewerbe auf. In den folgenden Jahren erwarb Christian Frank einen weiteren Hammer sowie einige Eisenerzfelder im Umland. Bis zu seinem Tod 1851 legte Christian Frank gemeinsam mit Daniel Reitz, seinem Freund und Verwalter, den Grundstein für den Ausbau des Hammers. weiterlesen

»Schmiede das Eisen, solange es warm ist«: Die Konzentration auf Pflugersatzteile (1851 – 1913)

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nahm die Mechanisierung der Landwirtschaft in Europa und Amerika einen rasanten Aufschwung. Auch der Reddighäuser Hammer wurde kontinuierlich ausgebaut und modernisiert. Dabei kämpften die Nachfolger von Christian Frank mit zahlreichen Schwierigkeiten. Vor besonderen Herausforderungen standen die Betriebsleiter wegen des fehlenden Eisenbahnanschlusses, der erst Anfang des 20. Jahrhunderts fertiggestellt wurde.

In der Zwischenzeit hatten die Franks begonnen, sich auf Pflugersatzteile zu spezialisieren. Mit dem Bau einer Fertigmacherei für Pflugteile um 1900 wurde die Grundlage für den Aufschwung des Hammers gelegt. In der Folge entwickelte sich der Reddighäuser Hammer zu Europas führendem Hersteller von Verschleißteilen für Bodenbearbeitung. weiterlesen

Wachstum trotz unruhiger Zeiten (1913 – 1946)

Nach dem Verkauf an die Adolfshütte erfolgte der Ausbau des Reddighäuser Hammers zu einer modernen Schmiede für die Landwirtschaft, ein Prozess, der auch durch den Ersten Weltkrieg nicht gestört wurde. Während des Kriegs fertigte man neben Pflugersatzteilen auch Granatköpfe. Die institutionelle Verschmelzung der Frank’schen Betriebe in eine Aktiengesellschaft 1927 brachte für die Einzelbetriebe Einsparungen und Synergieeffekte. Auch dem Hammer eröffneten sich dadurch neue Finanzierungsmöglichkeiten. Darüber hinaus profitierte er seit 1933 von der nationalsozialistischen Förderung der Landwirtschaft. Die erste Schmiedewalze zur Massenfertigung von Pflugscharen wurde installiert, die Herstellung von ganzen Pflugkörpern aufgenommen. Auch während des Zweiten Weltkriegs produzierte der Hammer neben Pflugscharen Munitionsteile für die Rüstung. weiterlesen

Neubeginn, Konsolidierung, Krise – Die Landwirtschaftsschmiede der Bundesrepublik (1946 – 1994)

Obwohl unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg kaum Rohstoffe zur Verfügung standen, begann man auf dem Reddighäuser Hammer schon bald wieder mit dem Schmieden von Gartengeräten und Kuhplatten für die Haushalte der Umgebung. Im Zuge des »Wirtschaftswunders« setzte Anfang der 1950er Jahre der Aufstieg des Hammers zur Landwirtschaftsschmiede der Bundesrepublik ein. Im Wettbewerb mit der Konkurrenz behauptete sich das Werk und übernahm sogar mehrere Wettbewerber. Doch bereits in den »goldenen Jahren« kämpften die Verantwortlichen in Reddighausen gegen die zu engen Investitionsvorgaben der Frank’schen Eisenwerke AG. Als die Dillenburger Familien-AG 1994 Konkurs anmelden musste, blickte auch der Hammer in eine unsichere Zukunft. weiterlesen

Die Zukunft fest im Blick (1994 – 2011)

Das Management-Buy-out 1994 verwandelte die Sparte Walz- und Schmiedetechnik der Frank AG in eine eigenständige GmbH. Die neuen Geschäftsführer modernisierten den Hammer umfassend. Außerdem engagierte sich das Unternehmen verstärkt in Ungarn und expandierte über die Gründung einer Vertriebsgesellschaft in die Ukraine. Da sich die Suche nach einem Nachfolger für Heinz Georg und Gerhard Zirener schwierig gestaltete, übernahm 2006 die GESCO Industrie Holding AG den Reddighäuser Hammer. Mit Andreas Mosler als neuem Geschäftsführer seit 2008 hat ein Generationswechsel stattgefunden – damit ist der Reddighäuser Hammer auch für die Zukunft gut gerüstet. weiterlesen

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